Traveldiary: Milano

Gerade heute haben die ersten Christkindelmärkte ihre Tore geöffnet, ich habe schon meinen ersten Glühwein getrunken und die Feuerzangenbowle angeschaut. Die Temperaturen kriechen auf dem Thermometer immer mehr Richtung Nullpunkt und ich hülle mich jeden Morgen in einen großen Schal. Obwohl sich alles auf Weihnachten freut, kommt von mir heute ein letzter Funke des Sommers. Eine kleine Erinnerung an einen Kurztrip nach Mailand.
Wir waren gerade mitten in der Vorbereitung auf Klausuren als uns die Idee kam einfach einen Flug zu buchen, um nach dem Klasurenstress mal was anderes zu sehen, raus zu kommen und einen weiteren kleinen Teil der Welt zu entdecken. In der Mensa buchten wir dann kurzerhand einen Flug nach Mailand, suchten uns ein Hostel und nur drei Wochen später saß ich mit zwei Freundinnen in einer kleinen Maschine auf dem Weg in eine der Modemetropolen Europas.

Ich liebe ja Italien und habe auch schon einige Ecken dieses wunderschönen Landes entdecken können, aber Mailand war noch eine unbekannte Stadt für mich. Sie hat mich aber sofort verzaubert. Der Mailänder Dom und die Galleria Vittorio Emanuele II sind die wohl bekanntesten und meist fotografiertesten Gebäude dieser Stadt. Besonders die Galleria hat mir sehr gut gefallen und es war ein atemberaubendes Gefühl durch dieses Kaufhaus zu schlendern, über Mosaikboden während links und rechts in den Schaufenstern Stücke von namenhaften Designern präsentiert werden. Das bringt mich gleich zu dem nächsten Punkt, ja, Mailand ist teuer, sie macht ihrem Ruf als teure Modemetropole alle Ehre. Selbst für einen Kaffe oder eine Bruschetta als Mittagssnacks muss man hier einiges an Geld blechen. Aber es lohnt sich, wenn man gemütlich in einem kleinen Café sitzt und den vorbeieilenden Italienern nachsieht.

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Italien pur erlebt man in dem Viertel Brera. In den kleinen Gässchen gibt es nette Cafés, Gallerien, kleine Geschäfte und Bars, die Touristenmassen sind hier schon deutlich weniger und die Gassen sind gesäumt von wunderschönen Hausfassaden alter Paläste. Wir haben uns an einer Ecke in ein Café gesetzt, einen, leider viel zu teuren Cappuccino bestellt, und unseren weiteren Tag geplant.

Am Abend ging es dann ins Navigli. Für mich mit Abstand das Highlight der Stadt. Früher war Mailand mit Kanälen durchzogen. Im Laufe der Zeit wurden fast alle dieser Kanäle überbaut, nur im Navigli-Viertel sind noch drei der Kanäle erhalten geblieben. Gerade am Abend ein absolut sympathischer Ort. Viele junge Leute tummeln sich in die unzähligen Bars die das Kanalufer säumen. Dazwischen präsentieren Künstler ihre Stücke. Überall wird mit einer Happy Hour geworben bei der es neben einem Cocktail ein reiches Buffett mit Fingerfood und Salaten gibt, eine guter Tipp sich für wenig Geld satt zu essen. Wir haben unsere beiden Abende in diesem Viertel verbracht, sind von Bar zu Bar geschlendert und haben das Gefühl genossen nach Venedig versetzt zu sein.

Das Wochenende ging viel zu schnell vorbei und mit vielen Eindrücken ging es zum Flughafen und durch die Wolken zurück in die Heimat. Wieder einmal ist mir klar geworden, wie wertvoll es ist, einfach mal eine spontane Idee in die Tat umzusetzen und aus dem Alltagstrott auszubrechen. Ich kann wieder eine kleines Fleckchen Erde auf meiner Weltkarte abhacken und mich an ein paar wunderschöne Tage zurück erinnern, während an meinem Fenster der Regen hinunterläuft.

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2 Comments

  1. schöne Bilder! Den ersten Glühwein habe ich auch schon getrunken, allerdings bei warmen 10 Grad statt Wintertemperaturen…was mich aber auch gar nicht stört, für mich könnte so langsam auch der Sommer wieder kommen 😀 Deswegen finde ich deine Urlaubsbilder grade besonders schön 🙂
    liebst kati <3
    http://www.katiys.com

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