What to do in Stockholm

Es ist etwas gewagt meinen Stockholm Travel Guide “Insider Guide” zu nennen, denn wohnen tue ich in der wunderschönen Hauptstadt nicht. Allerdings verbringe ich gerade ein Auslandsjahr in Schweden und wohne in der kleinen Studentenstadt Uppsala, etwa 50km von Stockholm entfernt. Wegen der guten Verbindung mit den Öffentlichen und der Vielfältigkeit die Stockholm zu bieten hat, führt es mich relativ häufig in Schwedens Hauptstadt und mit der Zeit habe ich den ein oder anderen Lieblingsort gefunden, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Schon lange bin ich nicht mehr nur auf den Touristenwegen unterwegs und eile von einer Attraktion zur nächsten, vielmehr genieße ich die Dichte an Cafés, die kleinen Boutiquen mit nordischem Designerstücken oder die vielen grünen Ecken der Stadt. Heute möchte ich euch einige Destinationen vorstellen, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet, wenn ihr nur 12 Stunden in dieser verzaubernden Stadt habt. Nicht eingebunden habe ich Café Tipps, die kommen bald in einem separatem Post. Also dann, willkommen in Stockholm, die wohl prächtigste Hauptstadt Skandinaviens.

Gamla Stan

Die Altstadt ist zugegebenermaßen wohl Touristenattraktion Nummer 1 trotzdem gehört sie ganz klar zu einer Reise nach Stockholm dazu und nach einer anfänglichen Abneigung für diesen Teil der Stadt, habe ich ihn richtig lieben gelernt. Das Geheimnis um die Schönheit Gamla Stan’s zu erkennen, ist zum einen die sogenannte Hauptstraße zu meiden, hier reiht sich ein Touristenshop an den nächsten, und Gamla Stan am späten Nachmittag oder Abend zu besuchen. Abends sind die meisten Tagestouristen schon verschwunden und man läuft fast ganz alleine durch die engen Gassen. In den Seitengassen zur Touristenflaniermeile ist es selbst am Wochenende angenehm ruhig, es gibt kleine Läden und Galerien zu entdecken und einige nette Cafés und Restaurants die zur Einkehr einladen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, wenn man im Herbst oder zur Vorweihnachtszeit über das Kopfsteinpflaster schlendert. Da es in Schweden ende Oktober bereits gegen halb 4 dunkel wird, legen die Schweden viel Wert darauf durch Lichterketten und stimmungsvolle Straßenbeleuchtung Licht in die dunklen Jahreszeiten zu bringen. Eine wundervolle Stimmung breitet sich aus, wenn die Touristengeschäfte bereits geschlossen haben und man im Licht der Weihnachtsbeleuchtung durch die Gassen schlendert.

Skeppsholmen

Skeppsholmen ist eine der vielen Inseln auf denen Stockholm errichtet ist. Sie ist vergleichsweise klein und außer dem Stadtbus sieht man hier kaum ein Auto. Man kann sie entweder über eine Brücke von Östermalm aus erreichen oder man nimmt das Schiff, das man übrigens mit dem normalen Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen kann. Obwohl man noch mitten in der Stadt ist, ist hier meistens recht wenig los. Im Sommer ist es wunderschön am Wasser entlang auf die noch kleinere Nachbarinsel Kastellholmen weiter zu laufen, sich eine Bank in der Sonne am Wasser zu suchen, ein Buch auszupacken und ein paar Kapitel zu lesen. Ein weiterer Tipp, vor allem für Schlechtwetter Tage, ist das Moderna Museet. Ein sehr sehenswertes Museum auf Skeppsholmen mit Werken von Piccasso bis Andy Warhol und das Beste, das Museum ist kostenlos. Nach einem Kunstnachmittag sollte man auf jeden Fall noch die östliche Uferpromenade der Insel entlanglaufen, hier liegen lauter alte Segelschiffe, ein toller Kontrast zu den imposanten Häusern von Östermalm die zwischen den Masten auf der anderen Seite des Kanals aufragen.

Monteliusvägen

Für all jene, die schöne Ausblicke und romantische Orte lieben kann ich euch den Montelisvägen ans Herz legen. Dieser Fußgängerweg schlängelt sich am Fels von Söndermalm entlang und von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf Gamla Stan, das Rathaus und Kungsholmen. Um hier hin zu gelangen, von der Metrostation Slussen nach rechts abbiegen und durch, wie ich finde, die schönsten Straßen Stockholms laufen. An der Tavastgatan und Bustugatan liegen bunte Häuser aneinander gedrängt, und immer wieder kann man einen Blick aufs Wasser zwischen den Häusern erhaschen. Hier haben sich auch einige Galerien und Cafés angesiedelt. Nach ein paar hundert Metern kommt dann ein kleines Hinweisschild mit Monteliusvägen, diesem einfach folgen und ihr werdet mit einem grandiosen Ausblick verwöhnt. Auch Nachts ist es wunderschön hier entlang zu laufen, immer wieder sitzen ein paar Menschen auf den Bänken, unterhalten sich leise, einige haben sogar Kerzen und eine Flasche Wein mitgebracht oder grillen im Sommer. Auf jeden Fall eine sehr besondere, friedliche Atmosphäre.

Djurgården – Rosendahls Trädgård

Djurgården ist natürlich Teil jedes Stadtführers, die Insel ist vor allem bekannt für das Wasa Museum und den Vergnügungspark Gröna Lund. Sie hat aber noch viel mehr zu bieten. Wenn man eine kleine Auszeit vom Großstadt Trubel möchte (wobei der typische Großstadttrubel in Stockholm kaum zu spüren ist) sollte man auf jeden Fall zum Rosendahls Trädgård spazieren. Dies ist ein recht großer Garten mit Rosen, Apfel und Kirschbäumen, Blumen und Gemüsenbeeten. In zwei großen Gewächshäusern ist außerdem ein sehr nettes Cafè beheimatet. Wenn das Wetter schön ist, kann man hier unter Obstbäumen sitzen, einen Kaffee schlürfen und eine der leckeren Kanelbullar verspeisen und die Gedanken treiben lassen. Ein kleines Paradies, nur einen Steinwurf vom Zentrum der Stadt entfernt. Übrigens, das Cafè hat auch im  Winter geöffnet und soll in der Vorweihnachtszeit auch eine besonderer Ort sein.

Hornstulls marknad

Zugegebener maßen kommt dieser Tipp Mitte November etwas zu spät es ist aber auf jeden Fall wert, ihn sich für den Sommer aufzuheben. Denn dann findet man jedes Wochenende am Honstull strand wieder ein buntes Treiben. Foodtrucks die sich aneinander reihen und leckeres, exotisches Essen anbieten. Junge Leute die die Sonne genießen, in Gesprächen vertieft, lachend am Wasser entlang schlendern. Die Hornstull strand Promenade verwandelt sich jedes Wochenende aufs neue zu einem Flohmarkt, bei dem hippe, angesagte Second Hand Mode zum super billigen Preis angeboten wird. Es sind vor allem junge Menschen, Studenten die hier ihre ausrangierten Sache anbieten. Zwischen den Ständen kann man Kaffe oder ein Eis kaufen oder in einem der Liegestühle Platz nehmen und den schwedischen Sommer genießen. Von April bis Ende September ist der Markt geöffnet und ein MUST DO für jeden der gerne Mode mag.

Da dieser Post schon ziemlich lang geworden ist. Lass ich es mal dabei und hoffe einige Tipps helfen euch eine wunderschöne Zeit in dieser Tollen Stadt zu verbringen. Natürlich gibt es noch einige weitere tolle Ecken zu entdecken, ganz abgesehen von all den Cafés und kleinen Geschäften die einen Besuch wert sind, darüber wird es aber bald einen separaten Post geben.


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