Tuscany Trip – Fierenze

Stunden später, habe ich es endlich geschafft und mich durch die vielen Urlaubsbilder gekämpft. Aussortiert, gelöscht, bearbeitet…aber ich hoffe es hat sich gelöst und ihr fühlt Euch beim betrachten den Bilder ein bisschen in den Sommer zurück versetzt und könnt die duftenden Gnocchi riechen.

Dieses Jahr haben wir unsere zwei wöchige Toskanareise in drei Etappen aufgeteilt. Ein Vorhaben das sich absolut und Voll und Ganz bewehrt hat. Wir haben nicht nur viel mehr gesehen und einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Toskana bekommen, sondern der Urlaub kam uns auch noch viel länger vor als sonst. Ein großer Pluspunkt, wo ich doch Rund um die Uhr auf Reisen sein könnte.

Unsere Etappen waren:

  1. Florenz
  2. Montepulciano
  3. Castiglione della Pescaia (Maremma Küste)

Unterwegs waren wir mit dem eigenen Auto, was uns super unabhängig gemacht hat und da wir drei, mit Führerschein ausgestattete Volljährige sind, konnten wir uns auf langen Strecken immer abwechseln. So haben wir auch die 874km von Castiglione della Pescaia zurück in die Heimat bewältigt.

Da es definitiv den Blogbeitrag sprengen würde, würde ich alle Destinationen in einen Post packen, kommt in den nächsten Tagen jeweils ein Post online, in dem ich unsere Etappen nacheinander vorstelle.

  1. Etappe: Florenz

Den ersten Stopp haben wir nach etwa 5 Stunden Fahrzeit in Florenz gemacht. Das war vor allem von mir ein großer Wunsch. Zwar war ich bereits letztes Jahr in dieser Metropole allerdings nur für einen kurzen Tagesausflug. Man hat die typischen Touristenplätze besichtigt, den Dom fotografiert, sich über die Ponte Vecchio geschoben und ist anschließend wieder heimgefahren ohne die Stadt wirklich erlebt zu haben. Ich hatte also keine besonders schöne Erinnerung an Florenz, wollte der Stadt aber unbedingt nochmal eine Chance geben. Wenn man eine Stadt wirklich kennen lernen und ein Gefühl für das Leben dort bekommen möchte, muss man mindestens eine Nacht dort einplanen. Großstädte leben von den vielen Tagestouristen, die in Bussen angekarrt werden, dort ein paar Stunden verbringen, tausend Fotos knipsen und anschließend wieder in den Bus steigen und weiter fahren. Zuhause erzählen sie dann stolz wie viele Orte sie besucht haben, ohne sich überhaupt genau zurück erinnern zu können, da sie überschüttet sind von Eindrücken. Da ich diese Art des Reisens nicht ausstehen kann, musste ich einfach noch mal zurück.

Wir haben uns für zwei Nächte in dem B&B Hotel FIRENZE Novoli eingemietet. Das ist eine Billighotelkette die auch in Deutschland vertreten ist und einfache aber günstige und modern eingerichteten Zimmer mit kleinem Frühstück anbieten. Es war die perfekte Wahl für unseren Kurztrip. Direkt vor dem Hotel stoppte alle 10 min. ein Bus der direkt bis ins Zentrum der Stadt führte. Sehr bequem und noch dazu viel billiger als das Auto für viel Geld in einer der Stadtgaragen abzustellen. Außerdem wurden wir am ersten Tag gleich mit einem kostenlosen Frühstück überrascht, so starteten wir gleich mit guter Laune in den Tag.

Nach einem kleinen aber leckeren Frühstück starteten wir mit dem Bus in die Stadt und unser erstes Ziel war der Piazzale Michelangelo. Von dort hat man den wohl besten Blick auf ganz Florenz. Da dort selbst am Vormittag die Sonne schon runter brannte, wanderten wir anschließend den Berg hinunter, durch Rosengärten und zwischen Bäumen hindurch. In der Altstadt angekommen, schlenderten wir ein wenig durch die Gassen des Viertels San Niccoló. Anschließend ging es über die Ponte Vecchio und durch die Uffizien. Dort setzten wir uns in den Schatten uns sahen dem treiben zu, während unsere Füße sich etwas von dem vielen Gehen erholten. Nachdem wir den Palazzio Vecchio besichtigt hatten – nur von außen, das Wetter war zu schön um in einem stickigen, alten Gebäude den Tag zu verbringen, bogen wir in die Via Nerí ein. Ein Straße die sprudelt von Leben, hier gibt es ein paar nette Geschäfte und Cafés. Für einen Kaffee-Stop kehrten wir ins Ditta Artigianale ein. Ein Café dass mir so gut gefallen hat, dass es hier einen Beitrag darüber zu lesen gibt. Außerdem gibt es in dieser Gasse einige Bistros in denen man richtig leckere Sandwiches auf die Hand bekommt, lange Schlagen garantiert.

Den nächsten Tag starteten wir am Duemo, der florenzer Dom ist mit Sicherheit das meist fotografierte Wahrzeichen der Stadt und das zu Recht, er ist schon sehr beeindruckend mit seiner Marmorfassade. Tappt nicht in eine der vielen Touristenfalle, die Cafés rund um den Dom sind völlig  überteuert, da hat die Stadt einige nettere Plätzchen zu bieten. Zum Beispiel der Piazza della Republica. Direkt im Stadtzentrum kann man beim Essen das Treiben genießen und dann vorbei flanierenden Menschen hinterher schauen. Wir haben in einer Pizzeria zu Abendgegessen, durch die imposante Lage sind zwar auch hier die Preise etwas höher, aber das Essen war wirklich gut und für ein solch schönen Blick zahlt man auch gerne zwei drei Euro mehr. Auf dem Platz steht übrigens auch ein Karussell.  Schön beleuchtet steht es auf der Mitte des Plazas und die bunt geschmückten Pferde drehen sich unaufhörlich im Kreis. Ich habe sofort an Cornelias Funke “Herr der Diebe” denken müssen. Sehr magisch.

Natürlich nicht verpassen darf man die berühmte Ponte Veccio. Das Wahrzeichen der Stadt. Die Brücke überspannt den Arno und ist die älteste ihrer Art. Am Tag öffnen sich die Holzverschläge und ein edler Juwelier neben dem anderen bietet seine teure Ware an. Am Wochenende schiebt man sich mit den Touristenmassen über die Brücke und für meinen Geschmack wird etwas zu viel Rummel um die Ponte Vecchio gemacht. Die Brücke ist aber eine Möglichkeit um auf die andere Seite des Arnos zu gelangen, das ist absolut zu empfehlen, denn hier kann man in das echte florenzer Leben eintauchen. Einfach durch die Gassen schlendern, hier sind einige junge Cafés und Bars und viele junge Leute unterwegs.

Mein Highlight waren die Abende in der italienischen Stadt. Und damit meine ich nicht lange durchfeierte Nächte sondern schöne Abendessen auf italienischen Plätzen. Die Tagestouristen sind verschwunden und die Stadt zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Eine unglaubliche Ruhe liegt über Florenz und alles erstrahlt in einer besonderen Atmosphäre. Allein für diese Abendstunden lohnt es sich absolut Florenz nicht nur einen Tagesausflug abzustatten sondern mindestens eine Nacht  dort zu verbringen.

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