Tuscany Trip – Montepulciano

Weiter geht es mit meinem Travel Diary aus der Toskana. Nach Florenz, gibt es heute Eindrücke aus Montepulciano. Unsere zweite Etappe auf unserer Toskanareise.
Meine Eltern sind absolut Weinliebhaber und zu einem guten Glas Rotwein sag ich auch nicht nein und deshalb war es absolut klar, dass wir irgendwann mal in das kleine Örtchen Montepulciano müssen. Denn wer kennt ihn nicht, den gleichnahmigen Rotwein aus der kleinen Stadt.
Eine Unterkunft haben wir übers Internet gesucht. Da wir mit dem Auto unterwegs wahren, waren wir sehr flexibel und haben deshalb einen Agriturismo ausgesucht, etwa 3km von der Stadt entfernt. In der Toskana haben viele Bauern ihr ehemaliges Bauernhaus oder Teile davon zu Touristenunterkünften umgestaltet, da dies für sie lukrativer ist. Vor allem bei vielen Öl und Weinbauern findet man deshalb eine schöne und bezahlbare Unterkunft. Ich kann Euch nur ans Herz legen, nach einem Hof zu suchen in dem noch aktiv, Wein oder Öl angebaut wird, sehr authentisch und ihr fühlt Euch sofort ein wenig heimischer, wenn um Euch rum das normale, italienische Leben wuselt. Noch dazu bieten die Höfe häufig ein Winetasting an oder man kann leckeres Bio Olivenöl ganz frisch aus der Presse kaufen. Himmlisch. Ich könnte mich in Italien allein von gutem Brot ernähren, getunkt in Olivenöl mit einer Prise Salz darüber.

Das Städtchen Montepulciano ist direkt auf einen Hügel gebaut, was super schön aussieht, da es sich deutlich von der Ebene die mit Olivenbäumen bepflanzt ist, abhebt. Allerdings kommt man aber ganz schon in die Puste wenn man die Hauptgasse hochläuft, die sich zwischen den alten Häusern empor schlängelt zum Rathausplatz. Die Straßen sind hier so steil und eng, dass jedes Auto an der Stadtmauer abgestellt werden muss und man nur zu Fuß durch das Örtchen flanieren kann. Mein Beileid an die Bewohner die immer noch in den kleinen Häusern wohnen, da muss man nach dem einkaufen ganz schön schleppen.
Montepulciano habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Obwohl auch hier viele Touristen unterwegs sind, ist hier noch sehr viel authentisches, italienisches Leben zu sehen. Die Stadt ist bewohnt von Italienern die ihre Stadt lieben, sich auf dem Ortsplatz versammeln, auf Straßenfeste zusammenkommen und nach typisch italienischer Art feiern, mit einer großen Tafel auf der Straße auf der sich verschiedene Köstlichkeiten türmen. Hier kann man italienisches Flair erleben, wie man es aus den kitschigen Romanzen kennt.

Wie jeder italienischer Ort, gibt es auch hier unzählige Cafès und Restaurants. Mein absolutes Lieblingscafé ist das Poliziano. Wenn man durch den Eingang tritt, steht man plötzlich in einem sehr hübschen Jugendstilcaféhaus das man sonst nur aus Wien oder Salzburg kennt. Uns hat es Unterschlupf geboten als plötzlich der Himmel seine Tore geöffnet hat und es so stark geregnet hat, dass man innerhalb weniger Sekunden durch und durch nass war. Um den Regen vorüber zeihen zu lassen, haben wir uns ein Tischchen gesetzt, eine heiße Milch mit Honig bestellt und ein paar Cantuccini und die Atmosphere genossen.

Besonderes Glück hatten wir, dass wir passend zum Bravio delle Botti in Montepulciano waren. Das Fest hat eine lange Tradtion. Aus jedem District des Ortes treten zwei Männer an, die in einem Rennen gegen die anderen Districte antreten und versuchen ein Weinfass möglichst schnell durch die steilen Gassen bis zum Stadtplatz zu rollen. Der ganze Ort feiert, jeder ist in den Farben seines Barrios (Stadtteil) angezogen und die Straßen sind ebenfalls geschmückt mit Fahnen des Stadtteils. Italienischer Trubel der einen eintauchen lässt ihn die Feierfreudigkeit der Italiener und in ihre Gastfreundschaft. Ein ganz besonderes Spektakel mit Musik, Essen und ganz, ganz viel Flair.

So genug geschrieben, jetzt kommt die Bilderflut. Viel Spaß dabei!

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