Norway Roadtrip – 16 Tage campen in Norwegen

  16 Tage Natur, Wasser, Berge, Sonne und Schnee. 16 Tage Eindrücke, Erfahrungen, Inspirationen. 16 Tage Norwegen Roadtrip. 

Es kostet mich gerade ein wenig Überwindung mich endlich an diesen Post zu setzen. Es ist noch nicht lange her seit wie wieder zurück in Uppsala sind und mein Gehirn ist noch voll mit unzähligen Bildern und Eindrücken von unserem 16 tägigen Roadtrip durch Norwegen. Es war der erste richtige Roadtrip den ich unternommen habe und ein einmaliges Erlebnis. Norwegen ist unglaublich vielseitig und obwohl wir nur einen kleinen Teil dieses unglaublichen Landes bereisen konnten haben wir unzählige Eindrücke mitnehmen dürfen.

All diese Eindrücke in einen ordentlichen Blogpost zu verpacken ohne abzuweichen, durcheinander zu kommen und verständlich zu bleiben ist gar nicht so einfach. Ich möchte euch mit meiner Faszination für diese Land anstecken und euch einen möglichst detaillierten und hilfreichen Post verfassen. Da es wahrscheinlich den Rahmen sprengen würde jedes Detail, von der Route, über die Organisation der Reise bis zu den Kosten in einen einzigen Blogpost zu stecken dürft Ihr euch auf eine ganze Riehe Norwegen Posts gefasst machen.

Die Organisation

Ein Roadtrip ist keine Pauschalreise, mit einem Klick gebucht, den Koffer packen und dann kann der Urlaub beginnen, einem Roadtrip geht immer eine mehr oder weniger anstrengende Planungsphase voraus. Von der Route über die Unterkünfte, bis hin zur Packliste. Wir haben schon etwa 2 Monate vor Reisestart mit der Planung begonnen und die Zeit hat es auch gebraucht um sich am Ende zumindest fast vollständig vorbereitet zu fühlen. Also lieber früher anfangen als am Schluss im Chaos zu enden.

Unsere Organisation kann man grob in folgende Punkte unterteilen:

  • Fortbewegung
  • Schlafsituation (Airbnbs mieten)
  • Route erstellen
  • Packliste (gesonderter Post)
  • Kostenplan erstellen (gesonderter Post)

Fortbewegung

Der wohl wichtigste Teil eines Roadtrips, ist ganz klar das Auto, sonst kommt man nicht weit. Wir haben uns nach langem hin und her dafür entschieden einen Kombi zu leihen. Da wir unseren Roadtrip in Uppsala, Schweden gestartet haben, haben wir das Auto in Uppsala abgeholt und unsere Reise auch in Uppsala wieder beendet. Wir haben auch damit geliebäugelt das Auto schon in Norwegen wieder zurück zu geben um die Auslandsfee nicht zu zahlen uns am Ende zwecks Bequemlichkeit dagegen entschieden. Mit Auslandsfee meine ich eine Summe die hinzu kommt wenn ihr mit dem Mietauto eine Landesgrenze passiert. In unserem Fall von Schweden nach Norwegen. Diese Summe liegt je nach Anbieter bei etwa 100€.

Wir haben uns viele verschiedene Anbieter angeschaut und uns schlussendlich für Europcar entschieden. Vor allem deshalb weil wir eine DKB Student Kreditkarte besitzen mit der man nochmal Prozente bekommt wenn man über Europcar ein Auto bucht. Für einen VW Variant für 17 Tage haben wir so 7767€ gezahlt. Hinzu kommt je nach alter noch eine Young drivers Fee und eine extra Versicherung á 15€ am Tag, die müsst ihr natürlich nicht abschließen dadurch rutscht eure Selbstbeteiligung bei einem  aber auf 0€. Zwar haben wir diese Versicherung im Nachhinein nicht gebraucht da wir ohne Delle, Steinschlag oder Auffahrunfall den Roadtrip beendet haben, sie abgeschlossen zu haben, gab mir aber auf jeden Fall ein sicheres Gefühl. 

Schlafsituation

Wo möchte man schlafen? Eine Frage die von vielen Faktoren abhängt und bei uns vor allem von dem Wunsch nach Unabhängigkeit und dem Kostenfaktor entschieden wurde. Deshalb haben wir uns dafür entschieden im Auto und Zelt zu schlafen. In Norwegen gibt es das so genannte Jedermannsrecht dadurch ist es jedem erlaubt irgendwo in der Natur die Nacht zu verbringen, vorausgesetzt die gewählte Stelle ist über 100 Meter vom nächsten Haus entfernt. Richtiges Wild campen also.

Wild Campen ist die perfekte Lösung für jeden der die Freiheit eines solchen Roadtrips genießen will. Ganz so einfach wie wir uns das vorgestellt haben, war es am Ende  doch nicht. Norwegen ist bekannt für seine unzählige Fjorde und Bergketten. Dadurch entsteht eine traumhafte Natur aber häufig sind die Rastplätze zum Fjord hin zu steil abfallend um ein Zelt aufzustellen und der Untergrund neben den Straßen zu steinig als dass man Herring in den Boden bekäme. Mit dem Auto oder Camper ist es da deutlich einfach eine gute Stelle für die Nacht zu finden. Allerdings muss man auch hier aufpassen dass man nicht einen Rastplatz erwischt an dem das Campen untersagt ist. Mit etwas suchen haben wir aber doch jede Nacht einen Schlafplatz gefunden. Ein Tipp, plant mindestens ein bis zwei Stunden Suchzeit ein um einen Schlafplatz zu finden. Wir mussten diese Regel erst auf die harte Tour lernen und kamen an den ersten beiden Abenden erst gegen 10 Uhr zum Abendessen weil wir dachten ein Schlafplatz ist schnell gefunden. Trotzdem würde ich es jedem empfehlen in Norwegen wild zu campen. Man ist dadurch so viel unabhängiger, hat häufig traumhafte Spots mit einem Fjord vor dem Zelteingang und nach dazu kann man eine Menge Geld sparen.

Wenn man mal wieder den Luxus einer Dusche möchte dann gibt es eine Vielzahl von Campingplätzen die mehr oder weniger gut ausgestattet sind. Für 4 Leute ein Auto und ein Zelt haben wir zwischen 20 und 25€ pro Nacht gezahlt. Dazu kommt dass in Norwegen die Duschen auf dem Campingplatz nur über ein Münzsystem funktionieren. Drei Minuten warmes Wasser kostet 1 Nok.

Für die größeren Städte die auf unserer Route lagen, haben wir uns entschieden im Vorhinein AirBnbs zu mieten. Dies hat sich auch voll bewährt. Es ist nicht nur schwierig Wild camping Spots in der Nähe einer Stadt zu finden, wenn man Glück hat hat das Airbnb auch einen Parkplatz und so kann man sich sehr teure Parkkosten sparen. Außerdem ist es nach 5 Nächten im Auto auch mal wieder ganz schön in einem richtigen Bett zu schlafen.

Die Route

Bei der Zusammenstellung der Route habe ich erstmal ganz viele Blogposts durchforstet, Sehenswürdigkeiten gegoogelt und in Touristenführern geschmökert. Herausgekommen ist eine Route die für uns 4 perfekt war. Eine Mischung aus Stadt und ganz viel Natur, aus Fjorden, Berglandschaft und Gletschern.

Day 1: Uppsala-Halen
Day 2-4: Trondheim
Day 4: Kristiansund-Atlantic Ocean road
Day 5: Molde-Trollstigen
Day 6: Ålesund-Stryn/ Loen fjord
Day 7: Geiranger-Grotli
Day 8: Jostedal
Day 9: Nigardsbreen- Sognefjord
Day 10-12: Bergen
Day 12: Odda
Day 13: Trolltunga
Day 14: Odda-Hvernbukta
Day 15-16: Oslo- Rastplats Högsjön- Uppsala

Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Roadtrip:

You may also like

1 Comment

Leave a Reply