Norwegen Roadtrip: Wie viel haben wir ausgegeben?

Wie viel wir für unseren 16 tägigen Roadtrip durch Norwegen ausgegeben haben, könnt ihr hier lesen

Jetzt geht’s ans Eingemachte. In diesem Blogpost dreht sich alles ums Geld. Ich zeige euch wie viel wir für was auf unserem 16-tägigen Roadtrip durch Norwegen ausgegeben haben. Das wird nicht nur für euch augenöffnend, sondern auch für mich, denn bis jetzt hab ich nur eine grobe Idee wie viel wir tatsächlich ausgegeben haben. Wieso ich das ganze mache? Weil ich im Laufe unsere Planungsphase, immer wieder versucht habe einen Anhaltspunkt zu finden wie teuer ein Urlaub in Norwegen ist. Gerade als Student hat man nur begrenzte finanzielle Mittel und für mich war es wichtig schon vor dem Antritt der Reise einen groben Richtwert zu haben. Ich war auf unzähligen Blogs unterwegs, habe Google befragt aber sehr viel Input bekam ich nicht. Genau deshalb möchte ich eine genau Liste erstellen und das Phänomen “teures Norwegen” mit Fakten versehen.

Folgende Kostenpunkte gab es auf unserer Reise:

  • Mietauto, Benzin, Parkgebühren
  • Maut und Autofähren
  • Unterkunft
  • Verpflegung

Mietauto, Benzin, Parkgebühren

Wie Ihr meinem ersten Post schon entnehmen könnt, haben wir unser Abendteuer in einem Mietauto gestartet. Für 17 Tage fielen bei uns dafür 7767€ an. Gebucht haben wir das ganze über Europcar. Hinzu kam noch eine Versicherung die wir abschlossen um im Fall der Fälle keine Selbstbeteiligung zu haben. Diese schlug mit 229€ zu Tage.

Hinzu kamen dazu noch die Spritkosten. Benzin ist in Norwegen deutlich teurer und als Leitwert sollte man mit etwa 1,60€ pro Liter rechnen. Wir haben insgesamt 311€ für Spritkosten ausgegeben und damit war dieser Posten nach Auto und Airbnb Unterkünfte der dritt höchste.

Zum Kostenpunkt Auto kamen auch noch die Parkgebühren die in Städten anfielen. Besonders teuer kann das Parken is Oslo werden. Wir haben deshalb rund 30 Minuten Fußweg außerhalb der Innenstadt geparkt für 13€ Tagesgebühr. Im Zentrum zahlt man schnell 3€ für eine halbe Stunde. Am teuersten war beim Punkt Parken aber der Besucherparkplatz am Fuße des Trolltunga Wanderwegs. Das letzte Stück Straße ist ein privat Weg und wer diesen befahren will muss 60€ blechen.  Wer dies umgehen will, kann die 2km auch zu Fuß erklimmen, allerdings ist es das steilste Stück des gesamten Hikes.

Maut und Autofähren

Was man auch nicht unterschätzen sollte, sind die Maut und Fährkosten die in Norwegen anfallen. Für jede neu gebaute Straße wird Maut verlangt solang bis der Bau der Straße durch die Mautabgabe abbezahlt ist. Dies führt dazu, dass szenische Touristenstraßen häufig mautfrei sind (so zum Beispiel die Atlantic Ocean Road) bei Tunnels oder Verbindungsstraßen aber eine Gebühr erhoben wird. Das ganze funktioniert in Norwegen größtenteils über ein Videosystem. Das Auto wird gescannt und ein paar Wochen später hat mein eine nette Invoice im Briefkasten liegen. Da wir diese bis heute noch nicht bekommen haben, kann ich leider noch keine genauen Angaben über die Mautkosten geben. Als Richtwert kann man aber mit ca. 2-9€ pro gebührenpflichtige Straße rechnen. Natürlich ist es auch möglich Mautstraßen zu umfahren, würde ich aber nicht empfehlen. Möchten man Mautstraßen umgehen ist damit meist ein recht erheblicher zeitlicher Aufwand verbunden und ob sich das für ein paar Euro lohnt, wage ich zu bezweifeln.

Hinzu kommen noch die Autofähren, die man bei all den Fjorden auch kaum umgehen kann. Eine Überfahrt liegt zu viert bei etwa 20 -25€. Gezahlt wird direkt auf der Fähre per Kreditkarte.

Unterkunft

Da wir größtenteils, dank des “Jedermannsrecht”, wild gecampt haben, konnten wir hier unseren Geldbeutel ein wenig schonen. Wild campen ist zwar nicht immer ganz einfach, nach dem perfekten Schlafplatz mussten wir manchmal ganz schön lang suchen, aber dafür wird man mit traumhaften Ausblicken und Ruhe belohnt.

Drei Nächte haben wir auf einem Campingplatz verbracht (manchmal sehnt man sich einfach nach einer richtigen Dusche) und zu viert für eine Nacht in etwa 20 – 25€ gezahlt. Was wir aus den südeuropäischen Ländern nicht gewohnt sind, in Norwegen zahlt man zusätzlich für heißes Wasser. Für drei Minuten warmes Wasser zum Duschen musste man 10 Nok zahlen.

Zusätzlich hatten wir im voraus zwei Airbnbs gebucht. Eines in Bergen und eines in Odda. Die Entscheidung zwei mal den Luxus einer richtigen Wohnung zu genießen hat sich auch bewährt. So konnten wir Bergen in Ruhe und ohne den typischen Parkplatzsuchen Stress zu erkunden. In Odda hatten wir uns für ein Airbnb entschieden um für der Trolltunga Wanderung genug Schlaf zu bekommen und pünktlich um 6:00 morgens zu starten. Für insgesamt 4 Nächte haben wir zu viert 360€ für Airbnbs ausgegeben.

Verpflegung

Wir hatten schon vor Beginn unserer Reise von den hohen Lebensmittelpreisen in Norwegen gehört und uns deshalb entschieden eine Grundausstattung aus Schweden mitzunehmen. Das würde ich auch jedem empfehlen, vorausgesetzt natürlich es ist noch genug Platz im Auto. Allgemein sind die Lebensmittel zwar etwas teurer als in Deutschland aber in größeren Supermärkten ist der Unterschied nicht allzu gravierend. Wir kauften vor Ort nur frisches Obst und Gemüse. Insgesamt haben wir so 153€ für Lebensmittel ausgegeben.

Insgesamt

Alles in allem kamen wir somit auf stolze 2154€  für vier Person für 16 Tage Norwegen. Also 530€ pro Person. Das klingt zwar erstmal nach einem Batzen Geld aber für das was wir erlebt und gesehen haben war es das absolut wert!

You may also like

Leave a Reply